Tasteninstrumente

Klavier

Das Klavier eignet sich besonders zum solistischen Spiel, da man darauf Melodie und Begleitung gleichzeitig spielen kann. Auch zum Begleiten von Gesang oder in der Kammermusik wird es häufig eingesetzt. Es verfügt über einen großen Tonumfang, und seine Möglichkeiten reichen von der einfachen Melodie bis hin zum orchestralen Klang. Zu Beginn ist es leicht zu erlernen, da die Tonreihe in Form schwarzer und weißer Tasten übersichtlich angeordnet ist. Jeder Tastendruck erzeugt einen Ton. Durch den gleichzeitigen Anschlag mehrerer Tasten entstehen Akkorde und Klänge. Das Klavier kann bereits ab einem Alter von etwa 4 Jahren erlernt werden. Bei der Anschaffung eines eigenen Instrumentes sollte man sich von dem:der Fachlehrer:in beraten lassen. Über den Fachhandel gibt es auch die Möglichkeit, Klaviere auszuleihen.
 

Keyboard und E-Piano

Keyboards und E-Pianos lassen sich problemlos mit Computer, Notebook, Smartphone oder Tablet verbinden und sind damit Schnittstelle zur elektronischen Musik. Unabhängig vom Alter lernt man im Unterricht auf strukturierte Art und Weise nach und nach mit zwei Händen zu spielen. Das Spielen nach Gehör nimmt eine besondere Rolle ein; und die eigene Lieblingsmusik am Instrument umzusetzen ist das Ziel. Die vielen unterschiedlichen Sounds und Musikstile mit der jeweiligen Spieltechnik machen Keyboard und E-Piano zu vielseitigen und breit einsetzbaren Instrumenten. Unterrichtsschwerpunkte können sein: das Spielen in einer Band, Singer-/Songwriting, Komponieren – Produzieren – Aufnahme-technik, Lieder spielen mit Begleitautomatik.

 

Akkordeon

Das Akkordeon gehört zur Familie der Ziehharmonika-Instrumente. Die Töne wer-den mit Hilfe eines Blasebalges erzeugt, den der Spieler auseinanderzieht oder zusammenpresst, um Luft anzusaugen oder ausströmen zu lassen. Das herköm-mliche Akkordeon ist das Standard-bassakkordeon, bei dem sich rechts die Melodieseite, links eine Anordnung von Grundbässen und Akkorden befinden. Das Akkordeon ist sowohl Solo- als auch Orchesterinstrument und besonders reizvoll in der Kammermusik einsetzbar. Durch verschiedene Instrumentengrößen kann der Unterricht schon mit kleineren Kindern begonnen werden.

Cembalo

Das Cembalo war seit der Barockzeit als Solo- und Begleitinstrument ein unver-zichtbarer Be­stand­teil des privaten und des höfischen Musizierens. Im Gegensatz zum Klavier ist das Cembalo ein mechanisches Zupfinstrument und im Klang daher der Gitarre nicht unähnlich. Mit der Pflege alter Musik zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte das Cembalo eine Wiedergeburt und wird heute für eine stilgerechte Wiedergabe der Klaviermusik des 16.–18. Jahrhunderts und als Generalbass-instrument eingesetzt. Zeitgenössische Komponisten des 20. Jahrhunderts haben das Cembalo ebenfalls für ihre Werke wiederentdeckt.

Kirchenorgel

Die Orgel wird die „Königin der Instrumente“ genannt, weil sie das größte Instrument ist und über viele verschiedene, durch Register zusammenstellbare Klangfarben verfügt. Ihre Töne entstehen in den Orgelpfeifen. Die Orgel wird von einem Spieltisch aus gespielt. Dieser hat mehrere Manuale für die Hände und Pedale für die Füße. Für die Kirchenorgel existiert konzertante Literatur aus vielen Jahrhunderten. Das Erlernen des Spiels auf der Kirchenorgel setzt allerdings einige Kenntnisse und Fertigkeiten voraus –man sollte schon geraume Zeit Klavier-unterricht genommen haben. Auch musiktheoretische Grundkenntnisse sind von Vorteil.