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28.02.2021

Steinfurter Geschichtstage: Friedensbotschaft III

Viereinhalb Meter hohes Kunstprojekt am Rathaus


Bürgermeisterin Claudia-Bögel-Hoyer und Geschichtstagsleiter Dr. Peter Krevert (KulturForumSteinfurt) freuen sich mit Thomas Schmit und Peter Kücking über das Projekt „Friedensbotschaft III“ der Ev. Jugendhilfe.

In der Vor-Corona-Zeit waren die großen und kleinen Friedenstauben im öffentlichen Raum für viele Steinfurter und Steinfurterinnen fast schon zu einem gewohnten Anblick geworden - sei es am Borghorster Heimathaus, an der Ecke Steinstraße / Leerer Straße in Burgsteinfurt, am städtischen Rathaus in Borghorst und an der Gedenkstätte der zerstörten Burgsteinfurter Synagoge.

Es waren mehr als 100 Jugendliche, Schülerinnen und Schüler, die sich im Rahmen des letzten Steinfurter Geschichtstages, den das KulturForumSteinfurt mit den Heimatvereinen und zahlreichen weiteren Partnern zum Zweiten Weltkrieg durchführte, mit ganz persönlichen Friedensbotschaften auf extra von der Ev. Jugendhilfe Münsterland angefertigten Holzschablonen beteiligten: Neben Jugendlichen aus der Steinfurter Jugendwerkstatt der Jugendhilfe waren es Schüler und Schülerinnen der Schule am Bagno (Kl. 8 und 9), der Realschule Burgsteinfurt (Kl. 10) und der Lernzentren Burgsteinfurt und Horstmar des Gymnasiums Arnoldinum (Kl.6), die sich auf diese ganz besondere Weise für Frieden, Solidarität und Toleranz stark machen. Die Projektleitung lag bei Thomas Schmit und Peter Kücking (beide Jugendwerkstatt Steinfurt).

Ende des vergangenen Jahres besuchte Geschichtstagsleiter Dr. Peter Krevert (KulturForumSteinfurt) die Jugendwerkstatt, um eine angedachte Fotodokumentation der beiden Friedensbotschaftsprojekte zu besprechen. Diese muss jedoch noch warten, denn stattdessen reifte schnell die Idee, zum Abschluss eine Gesamtschau aller großen und kleinen Friedenstauben als Projekt Nr. 3 zu präsentieren. Und mit Unterstützung der Geschichtstagsschirmherrin und Bürgermeisterin Claudia-Bögel-Hoyer war auch schnell ein geeigneter Platz gefunden: die Grünfläche am Rathaushintereingang: „So ein Friedensobjekt passt wunderbar zu unserem Rathaus, weil hier ja politische Entscheidungen stattfinden, die natürlich auch immer zum Wohle der Stadt in einem friedlichen Konsens münden sollten.“

Während sie mit Dr. Krevert bei der Aufstellung der Konstruktion staunend zusah, wie eine Idee förmlich in den Himmel wuchs, nämlich viereinhalb Meter hoch, erläuterte Kücking die technischen Details: „Die Trägerkonstruktion besteht aus verschweißten und verschraubten Stahlrohren in der Form eines PEACE-Zeichens. Unser Werkstattleiter Thomas Schmit konnte hierbei den teilnehmenden Jugendlichen in der Jugendwerkstatt grundlegende Fertigkeiten bei der Metallbearbeitung vermitteln. Insgesamt haben wir das Objekt mit 70 bemalten Friedenstauben aus Holz bestückt.“

Die Skulptur soll bis ca. Anfang April am Rathaus zu sehen sein, aber auch eine Verlängerung ist nicht ausgeschlossen.